Der Supreme Court, oberstes US-Amerikanisches Gericht, verhandelt die Tage einen Fall, der große Auswirkungen auf die IT-Welt – und nicht nur auf die – haben wird. Eine Frage, die viele Geschäftsmodelle in Frage stellt oder aber erst ermöglichen kann und sogleich alle anderen eventuell von diesem Geschäftsmodell ausschließt.
Es geht um die Frage, ob Patente auf Grundprinzipien, abstrakte Ideen zulässig sind oder nicht. In den USA war es bisher – anders als bei uns – so, dass auch auf Software oder auf bloße Ideen und Verfahren prinzipiell ein Patent angemeldet werden kann. Das Patentemat in den USA hat das aber jetzt in Frage gestellt und das oberste Gericht muss entscheiden.
Es geht nur oberflächlich um Software. Kern ist: Sind auch abstrakte Modelle, Verfahren, Geschäftsideen, Vorgehensweisen o.ä. schutzfähig?
Ich denke, dass es hier einer ausgewogenen Abwägung bedarf. Auf der einen Seite soll der “Erfinder” einer tollen Idee ja davon profitieren. Aber soll nicht jeder die Möglichkeit haben, eine gute Idee mit eigenen Methoden zu kopieren und vielleicht besser zu machen? Man stelle sich vor die Idee einer Internetauktionsplattform wäre patentiert. eBay wäre auf alle Zeiten Monopolist und kein anderer könnte sich an der Idee versuchen oder diese als Basis für neue, vielleicht bessere Ideen verwenden.
Wir schauen also gespannt nach Washington. Denn: Auswirkungen auf uns wird die Entscheidung auf alle Fälle haben…
Was meint ihr?
Grüße
Timo Schutt
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